Sekt.com
Herzlich Willkommen bei Sekt.com

Großraumgärung Sekt

Die Fass oder Großraumgärung von Schaumwein

Großraumgärung in Fässern

Großraumgärung in Fässern

Dieses rationalle Verfahren wurde in Frankreich entwickelt. Obwohl die ersten Versuche schon um 1856 gemacht wurden, trauten sich damals die Firmen nicht so recht an dieses heute übliche Verfahren. Zu groß war die Angst vor Umsatzeinbußen und Misserfolgen. Erst um 1930, mit der Erfindung von Filtern, die unter Druck arbeiten, wurden diese Gedanken wieder aufgenommen. 1936 war dann die Wiedergeburtsstunde des Großraum-, und des Tankgärverfahrens. Diese Gedanken wurden in Deutschland sowie in Frankreich ziemlich gleichzeitig wieder aufgenommen.

Hierbei wird der Grundwein sowie die Fülldosage in einen geschlossenen Drucktank gegeben. Die Zeit der Gärung beträgt bei diesem Verfahren mindestens 80 Tage, bzw. mindestens 30 Tage wenn es sich um ein Tank mit Rührvorrichtung handelt. (weiteres wird hierzu später erläutert) Wobei die gesamte Herstellungsdauer 6 Monate nicht unterschreiten darf. Dadurch das die entstehende Kohlensäure nicht entweichen kann, steigt der Druck stetig im Tank. Installierte Manometer sowie Thermometer ermöglichen auch hier die ständige Kontrolle des Weines.
Nachdem der Roh- Brutsekt noch ein wenig geruht hat, wird er in ein Lagertank umgepumpt. Hierbei wird die Versanddosage zugegeben. Danach wird durch eine Filtration die Hefe vom fertigen Sekt getrennt, in Flaschen abgefüllt und verkorkt.
Die zeitliche Praxis liegt hierbei sehr dicht aneinander. In sämtlichen Stufen dieses Vorganges wird stetig drauf geachtet das Tanks, Schläuche, Apparate etc. unter ständigem Druck stehen.

Rührwerk

Wie Sie oben schon gelesen haben scheint es einen gewaltigen Unterschied zu geben, ob nun ein Wein in einem Tank mit oder ohne Rührwerk gärt. (min 80 Tage zu min 30 Tage).
Der Grund hierfür ist fast so einfach wie der Name es schon sagt. Durch das tägliche umrühren des Weines, für ein bis zweimal täglich für eine Stunde bleiben die Zuckermoleküle und die Hefen in Kontakt.
Versuchen Sie sich mal einen Tank von ca. 4 m Durchmesser und 20 Meter Höhe vorzustellen. In Großraumbehältern mit solchen Ausmaßen würden die Veränderungsvorgänge so viel Zeit benötigen das ein normales Menschenleben hierfür nicht ausreichen würde. Hefezellen und Zuckermoleküle sind von der Natur aus so faul, das sie sich freiwillig nicht so viel bewegen mögen, und bleiben mehr oder minder fast auf ihrer Stelle. Allein durch Gewichtsveränderungen oder thermischen Einflüssen bewegen Sie sich fort.
Durch das Rührwerk bleiben die gesamten Teilchen in Kontakt, und fangen auch nicht an auf den Boden abzusinken. Der Zucker wird hierbei innerhalb von längstens 2 Wochen abgebaut; auch weitere Gärungszwischenprodukte (Pyruvat, Aldehyd) werden weitesgehenst abgebaut.